PV-Park in Gleinz: Startschuss für die Energiezukunft 

Im weststeirischen Frauental wird ab Frühling 2023 viel grüner Strom fließen, unterschiedlichen Tieren ein neues Zuhause gegeben und noch dazu feinster Honig produziert. Das erste Photovoltaikprojekt von Enery in der Steiermark ist eines, das als perfekte Blaupause für viele weitere PV-Projekte national und international konzipiert ist.
PV-Park Gleinz

In ganz Mitteleuropa betreibt Enery bereits 50 Photovoltaikparks und produziert mit Wind-, PV- und Wasserkraftwerken über 400 Gigawattstunden (GWh) saubere Energie. Nun zündet der österreichische Grünstromerzeuger auch in Österreich den Energiewendeturbo: Soeben ist der Startschuss für den ersten neuen Freiflächenphotovoltaikpark in der Steiermark gefallen!

Gemeinsam mit Energie Steiermark AG errichtet Enery in Gleinz, einem Ortsteil von Frauental in der Steiermark, einen 50.000 Quadratmeter großen Photovoltaikpark. Ab April 2023 wird hier jedoch nicht bloß Sonnenstrom produziert. Vielmehr werden bei diesem hochmodernen PV-Park zusätzlich viele Aspekte integriert, die sich sowohl auf die Menschen als auch Tiere, die in der Gegend leben, positiv auswirken werden.

Der Startschuss für den ersten neuen PV-Park in Gleinz in der Steiermark ist gefallen! Mit dabei waren (v. l. n. r.) Grundstückseigentümer Gottfried Nauschnegg, das Enery-Team, Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang, das Team von Partner Energie Steiermark AG und Vertreter des Gemeinderats mit dem Gleinzer Bürgermeister Bernd Hermann.

Dieses Zusammenspiel unterschiedlicher positiver Facetten präsentierte das Enery-Team rund um Ferdinand Trauttenberg und Gottfried Vana gemeinsam mit Projektpartner Energie Steiermark AG, dem steirischen Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang und dem Gleinzer Bürgermeister Bernd Hermann direkt vor Ort. „Auf das Projekt Gleinz sind wir aus vielen Gründen besonders stolz. Es ist nämlich nicht nur unser erstes Freiflächenprojekt in der Steiermark. Es wird vor allem eines sein, das Sonnenenergie liefert und gleichzeitig einen neuen Lebensraum schafft, der die Biodiversität fördert“, formulierten Ferdinand Trauttenberg und Gottfried Vana stolz.

Genügend Grünstrom

Für die gemeinsame Errichtung der Anlage wurde eine Grünfläche ausgewählt, die bereits für die notwendige Sondernutzung gewidmet ist. Auf diesem fünf Hektar großen Areal wird in Zukunft so viel sauberer Strom produziert, wie 1.800 Haushalte jährlich verbrauchen. Das bedeutet, dass mit einer jährlich erzeugten Energiemenge von 6,3 GWh rund 1.800 Tonnen CO2 eingespart werden können.

Biodiversität ankurbeln

Wie schon erwähnt, wird die Photovoltaikanlage in Gleinz jedoch nicht nur die Gemüter umweltbewusster Menschen in der Region erstrahlen lassen. Sie entpuppt sich zudem als wahre Wohlfühloase für unterschiedliche Tiere. So werden etwa Steinhaufen und Totholz auf der gesamten Fläche der Anlage verteilt. Diese werden für Echsen und Insekten zu sicheren Verstecken und Rückzugsorten. Zusätzliche Insektenhotels bieten kleinen Tierchen Unterschlupf zum Überwintern und Nistmöglichkeiten im Frühling und Sommer.

Nicht zu vergessen: Die Anlage in der Steiermark wird zur wichtigen Schutz- und Futterquelle kleiner, fleißiger Bienen. Schließlich blühen unterschiedliche Wildkräuter und -pflanzen in dem Solarpark im natürlichen Jahreszeitenverlauf und sorgen gemeinsam mit einer eigens angelegten Wildblumenwiese außerhalb des PV-Parks für ein naheliegendes Futterangebot. Köstlicher Nebeneffekt: Die auf dem Gelände angesiedelten Bienenvölker produzieren dann auch erstklassigen Honig.

Natürlicher Sichtschutz

Der Photovoltaikpark wurde so geplant, dass die Auswirkungen auf Natur und Landschaft möglichst gering sind und die Anlage optimal in die Landschaft eingebunden werden kann. Das sollte aber auch optisch funktionieren, lautete der Anspruch. Aus diesem Grund wird die gesamte Freiflächenanlage von einer Hecke eingefasst sein. Dass dieser natürliche Sichtschutz aus sorgfältig ausgewählten regionalen Gehölzen besteht, liegt auf der Hand. Heimische Hecken und Sträucher fördern wiederum die Artenvielfalt und locken Bestäuber wie Schmetterlinge, Hummeln oder Bienen an. Zudem funktionieren sie als natürliche Lärmdämpfer und filtern schädliche Abgase und Staub aus der Luft.

PV-Park Gleinz
Gottfried Vana und Ferdinand Trauttenberg von Enery freuen sich darauf, in Zukunft viele ähnliche hochmoderne Anlagen in Österreich und Europa zu bauen.

Wohin mit dem Grünstrom?

Bereits im Vorfeld konnte der internationale Industriebetrieb Lenzing AG als erster Großabnehmer für den in Gleinz erzeugten grünen „Sonnenstrom“ gewonnen werden: Das weltweit agierende Unternehmen hat sich die Strombezugsrechte aus der Anlage für die kommenden 20 Jahre gesichert. Noch dazu sind bereits weitere Projektideen dieser Art im weststeirischen Frauental angedacht, wobei ein Teil der erzeugten Energie direkt den Bewohner:innen und der regionalen Industrie zugänglich sein soll.

Das Projekt Gleinz zeigt, welch großes Potenzial in der Kombination nachhaltiger Energieerzeugung und der Förderung der Biodiversität steckt. Und lässt hoffen, dass in Zukunft viele ähnliche Anlagen in Österreich und Europa installiert werden.

Noch Fragen? Keine Sorge! Rund um den Grünstromerzeuger werden Informationstafeln angebracht, welche die Anlage und ihre Funktionsweise leicht verständlich darlegen und erklären.

✅ TEXT: Sandra Rainer
✅ FOTOS: Jorje Konstantinov
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