Enerys Jahresbilanz 2024: Viel investiert – viel erreicht

24. Jänner 2025

Trotz einer schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage kann Enery auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken – inklusive zahlreicher Photovoltaik-Meilensteine in Österreich und CEE. Grund genug, einen genaueren Blick auf Enerys Jahresbilanz 2024 zu werfen.

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Neuerlich steigende Gaspreise, kein Ende der hohen Inflation, zahlreiche Insolvenzen, allgemeine Verunsicherung. Ganz klar: 2024 war im ökonomischen Sinn kein einfaches Jahr. Nicht für Privatpersonen, noch weniger für zahlreiche Unternehmen. Und doch gibt es Branchen, die entgegen dem Trend auch im abgelaufenen Jahr einen wahren Boom erlebten – wie jene der Erneuerbaren Energien. Insbesondere der Photovoltaik-Bereich setzte auch in Österreich seinen Höhenflug fort, nachdem bereits der Ausbau 2022 mit erstmals 1 Gigawattpeak und 2023 mit 2,6 Gigawattpeak neu installierter PV-Leistung bereits für Rekordwerte gesorgt hatte.

Jahrelange Arbeit trägt Früchte

Auch Enery kann auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückblicken – vor allem im Bereich der Photovoltaik-Freiflächenanlagen, wie David Wagner, Project Developer bei Enery, erzählt. „2024 war wirklich positiv; man merkt, dass sich Dinge zu bewegen anfangen – auf regulatorischer und auch auf kommunaler Ebene.“ Die von Enery jahrelang intensiv betriebene Aufklärungsarbeit mache sich nun bezahlt, die Skepsis gegenüber Freiflächenanlagen habe stark abgenommen, so Wagner. „Wir haben viel investiert, um das Thema Photovoltaik an die Bevölkerung und insbesondere in die Gemeinden zu bringen. Es ist ein Verständnis dafür entstanden, dass Freiflächen-PV sinnvoll ist und viele Vorteile mit sich bringt. Und zwar weit über reine Stromgewinnung hinaus.“

So sei der Schutz der bestehenden Ökosysteme ein wesentlicher Benefit einer Freifläche mit installierter PV-Anlage. „Die Artenvielfalt wird gesteigert, was sich bei einer üblichen Betriebsdauer von 30 Jahren extrem positiv auswirkt“, erläutert David Wagner. „Nach dem Betrieb weist die Fläche eine deutlich höhere Bodenwertigkeit auf als vorher. Grundbesitzer profitieren also doppelt. Und zwar langfristig.“

Generell seien die letzten Monate in einem wesentlichen Bereich durchwegs erfolgreich verlaufen. „Umwidmungen sind immer der Knackpunkt“, so Wagner. „Und da haben wir für einige Projekte positive Bescheide erhalten.“ Entscheidungsträger:innen auf kommunaler Ebene seien oft in einer schwierigen Position, weil sie mit Vorbehalten – und Vorurteilen – konfrontiert würden, weiß der Projektentwickler. „Wir unterstützen hier Gemeinden so gut wir können, beispielsweise mit qualitativ hochwertigem Informationsmaterial, sodass die politisch Verantwortlichen diesen Vorbehalten in der Bevölkerung sachlich und fundiert begegnen können. Und das rechnet sich nun immer mehr.“

Meilensteine

Tatsache ist: Enery hat 2024 zahlreiche Früchte der Arbeit aus vergangenen Jahren ernten können. So wurde im September der Baubeginn des bisher größten Solarparks der Steiermark in Dobl-Zwaring bei Graz verkündet. Hier entsteht auf 20 Hektar eine Photovoltaik-Anlage, die ab 2025 jährlich 22 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren und damit mehr als 6.000 Haushalte im Bezirk Graz-Umgebung versorgen wird. Zudem plant man auf dem Areal eine agrarische Doppelnutzung mit Schafhaltung. Eine klassische Win-win-Situation.

Drei Jahre Entwicklungsarbeit sowie ein gemeinsames Investment mit der Energie Steiermark von rund 13 Millionen Euro stecken in dem Solarpark. Auch dessen Projektleiter Robert Höller, Project Director bei Enery Österreich, zeigt sich begeistert. „Ein derart komplexes Projekt auf den Boden und zum Baubeginn zu bringen, das ist schon großartig“.

Robert Höller und David Wagner, EneryEnerys Project Director Robert Höller und Project Developer David Wagner.

Auch bei der Installation von Dach-Photovoltaik konnte Enery im Rahmen seiner EIP (Enery Industry Partnership) erfolgreiche Großprojekte umsetzen. So wurde mit der Inbetriebnahme einer 3.800 Solarpaneele umfassenden PV-Anlage im steirischen Krieglach das erste von mehreren Projekten fertiggestellt, die Enery für die für die voestalpine Rotec in Zentral- und Osteuropa realisiert. Aktuell ist eine weitere Anlage im tschechischen Pardubice für die Nedcon Bohemia Ltd., einem Tochterunternehmen der Metal Forming Division, in Bau.

Darüber hinaus erweiterte Enery die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Generali-Arena, dem Heimstadion von Austria Wien, auf 825 Kilowatt-Peak. Damit wurde die Zusammenarbeit mit dem Traditions-Fußballklub bis 2026 fixiert.

Zukunftsweisende Projekte

Ein weiteres Highlight des Jahres 2024: Mit der Enery Green Academy (EGA) rief man einen exklusiven Lehrgang für PV-Projektentwicklung ins Leben. In einem mehrmonatigen Kurs bringen Experten wie Robert Höller und David Wagner den Teilnehmenden alles bei, was diese wissen müssen, um ein PV-Projekt erfolgreich umsetzen zu können. Kurz: Die EGA bietet eine zukunftsweisende Ausbildung – inklusive der Aussicht auf gut bezahlte Green Jobs –, wie es sie nirgendwo anders gibt.

Auch außerhalb Österreichs wurden 2024 zahlreiche Projekte erfolgreich gestartet. Einen echten Meilenstein auf internationaler Ebene konnte Enery jedoch in Bulgarien setzen. Mit dem Solarpark Tsenovo in der Oblast Russe ging das größte Kraftwerk in Enerys Portfolio Anfang Oktober ans Netz – das erste mit über 100 Megawatt Leistung, das Enery selbst gebaut hat. Die Anlage produziert bei einer installierten Leistung von 113 Megawattpeak (MWp) jährlich 177 GWh an Energie. Damit versorgt sie umgerechnet 48.000 Haushalte mit Strom und sorgt für eine Reduktion der CO₂-Emissionen um mehr als 80.500 Tonnen.

In Rumänien nahm Enery wiederum in Sărmasag (Ardeal) einen ganz besonderen Solarpark in Betrieb. Die Anlage mit einer installierten Leistung von gut 52 MWp verfügt über Enerys erstes Batteriespeichersystem (BESS), das 11 Speicher mit einer Kapazität von jeweils 2 MWh sowie einen eigenen Transformator umfasst. Ein weiterer Meilenstein – nicht nur für die rumänische Energiewende.

Batteriespeicher hätten generell verstärkt an Bedeutung gewonnen, wie David Wagner erklärt. „Der PV-Batteriespeicherausbau geht rasch voran. Wir integrieren nun in jedes Projekt, falls möglich, auch Speicherlösungen. Außerdem arbeiten wir auch an Standalone-Batterieprojekten.“ Das Fazit des Enery-Projektentwicklers ist somit eindeutig. „2024 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Enery. Jetzt heißt es, die positiven Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energien ins neue Jahr mitzunehmen und gemeinsam mit der Industrie einen positiven Impact für die gesamte Wirtschaft zu erzeugen. Kurz: Wir freuen uns auf 2025.“

✅ TEXT: MICHI REICHELT
✅ FOTOS: ENERY