PV am Stadiondach: Enery als Vorreiter

2. April 2025

Enery hat es vorgemacht, andere ziehen nach: Nach der Photovoltaik-Anlage auf der Generali Arena wurde nun mit dem Ernst-Happel-Stadion eine weitere große Wiener Sportstätte mit Solarpaneelen ausgestattet.

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Es war ein Vorzeigeprojekt in Sachen Ökologie, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit, das im Jahr 2018 mit der neugestalteten Generali-Arena präsentiert wurde. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stadions des FK Austria Wien versorgte bereits damals mit einer Gesamtleistung von 340 Kilowattpeak (kWp) viele Bereiche der Arena, unter anderem den Akademiebetrieb, die Büroräumlichkeiten und die Rasenheizung. Das Stadion in Wien Favoriten war damit die erste große österreichische Sportstätte, die mittels Dach-Solaranlage sauberen Strom produzierte.

Nachhaltigkeit – in mehrfacher Hinsicht

Im September 2024 setzte Enery dann den nächsten Schritt als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit des Wiener Profifußballs. Gemeinsam mit ET König und E-König erweiterte man die bestehende Photovoltaik-Anlage der Generali-Arena. Das Elektroinstallationsunternehmen ET König aus dem steirischen Scheifling errichtete zusätzliche PV-Module zur bereits vorhandenen PV-Anlage auf dem Dach der Nord-Tribüne sowie neue Module auf den Tribünen Süd/Ost, Ost, West und Süd/West. Damit stieg die installierte Leistung der Anlage, die von Enery betrieben wird, um rund 545 kWp auf knapp 825 kWp.

Seit damals erzeugt die Wiener Austria nun 530.000 Kilowattstunden Grünstrom mehr als bisher, wobei der Eigenverbrauchsanteil bei gut 65 Prozent liegt. Die damit eingesparten CO₂-Emissionen von 71,89 Tonnen pro Jahr entsprechen mehr als 3.300 gepflanzten Bäumen.

Generali Arena mit PVPV-Anlage am Dach der Generali Arena

Das Vorzeigeprojekt Generali Arena dient jedenfalls als Vorbild für andere große heimische Sportstätten. Nachdem bereits das 2023 eröffnete Linzer Hofmann Personal Stadion im Vorjahr mit Solar-Paneelen ausgestattet worden war, rüstete nun die Stadt Wien auch Österreichs größte Fußballarena, das Ernst-Happel-Stadion, mit einer Photovoltaik-Anlage aus. Diese umfasst insgesamt 9.000 PV-Module und weist ein jährliches Leistungsvermögen von 3.880 Megawattstunden auf. Dies entspricht der Jahresverbrauchsmenge von 1.100 Haushalten – mehr als das Ernst-Happel-Stadion selbst verbraucht. Die Solaranlage auf dem Dach des Ovals ist somit eine der größten der Bundeshauptstadt.

Massiver Ausbau

Enerys Beispiel macht jedoch noch weiter Schule. So sollen auch die Linzer Raiffeisen Arena in der nächsten Ausbaustufe sowie die Merkur Arena in Graz bei deren Erweiterung eine PV-Anlage bekommen. Allerdings – und darüber sind sich alle Expert:innen einig: Auch ein massiver Ausbau von integrierter Photovoltaik wird nicht ausreichen, um die Klimaziele zu erreichen. So betonte jüngst Professor Hubert Fechner, Obmann der Technologieplattform Photovoltaik (TPPV), in einer Studie, die unbedingte Notwendigkeit von Photovoltaik-Freiflächenanlagen.

Auf heimischen Gebäuden bestünde demnach das Potenzial, weitere Anlagen mit einer Kapazität von 10,7 Terawattstunden (TWh) zu installieren. Laut Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) muss es in Österreich aber zur Erreichung der Klimaziele bis 2030 einen Zuwachs an Photovoltaik-Energie von mindestens 11 TWh Leistung geben, laut Integrierten Netzinfrastrukturplan (ÖNIP) von 21 TWh bis 2040. Dafür „reichen die Potentiale an Gebäuden und anderen Infrastrukturen daher keinesfalls aus“, so Fechner. „Wir gehen davon aus, dass dafür bis 2040 für jede Anlage auf einem Dach zumindest noch einmal die gleiche Leistung auf einer Freifläche gebaut werden muss – und dieser Ausbau muss gleichzeitig erfolgen, sonst geht sich das nicht aus.“

Für Freiflächen-PV sowie die Kombination von Photovoltaik und landwirtschaftlicher Nutzung (Agri-PV) gäbe es umfassend zu nutzendes Potenzial, um die für die nationalen Klimaziele notwendige PV-Leistung zu erreichen, so die Studie. Und auch hier ist Enery Vorreiter – weit über die Grenzen Österreichs hinaus. Als einer der führenden Anbieter von Grünstromlösungen in Zentral- und Osteuropa. Mit einem Portfolio, das derzeit fast 700 GWh sauberen Strom aus 490 MW erzeugt und 277.706 Haushalte mit Strom versorgt, steht Enery an vorderster Front, wenn es darum geht, den Übergang zu nachhaltiger Energie in der CEE-Region voranzutreiben.

✅ TEXT: MICHI REICHELT
✅ FOTOS: STADT WIEN/DAVID BOHMANN, FK AUSTRIA WIEN