Mit einem wegweisenden Green-Financing-Paket macht Enery den nächsten großen Schritt in Bulgarien. Das 600-MWh-Batteriespeicherprojekt in Nova Zagora setzt nicht nur technologisch neue Maßstäbe: Der Deal mit der DSK Bank zeigt, wie die Energiewende in Zentral- und Osteuropa finanzierbar wird.
Dass Batterien das Rückgrat der modernen Energiewelt sind, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch während die Technik rasant voranschreitet, hinkt die Finanzierung oft hinterher. Enery beweist nun das Gegenteil: Gemeinsam mit der DSK Bank AD wurde ein grünes Finanzierungspaket für das Vorzeigeprojekt in Nova Zagora geschnürt. Es handelt sich dabei um eines der fortschrittlichsten Speicherfinanzierungsprojekte, die es in Bulgarien bisher gegeben hat.
Das Standalone-Projekt mit einer Leistung von 150 MW und einer Kapazität von 600 MWh ist darauf ausgelegt, das bulgarische Stromnetz flexibler zu machen und die Integration erneuerbarer Energien massiv zu beschleunigen. Die Inbetriebnahme ist bereits für März 2026 geplant. Damit entsteht in Nova Zagora ein Speicherriese, der genau dort ansetzt, wo das System heute oft an seine Grenzen stößt: bei der Volatilität von Wind und Sonne.
Innovation als Schlüssel zum Erfolg
Was diesen Deal so besonders macht, ist nicht allein die Größe der Anlage, sondern die kommerzielle Architektur dahinter. Enery setzt auf ein innovatives Virtual Power Purchase Agreement (VPPA) mit dem globalen Energiehandelsunternehmen Vitol. Dieses Modell sichert dem Projekt langfristige und vor allem planbare Einnahmen. „Finanzinstrumente wie virtuelle PPAs sind in Kombination mit hochwertigen Dienstleistungen von Enery Portfolio Optimization mittlerweile entscheidend für die Realisierung nachhaltiger Speicherprojekte“, erklärt Severin Vartigov, Chief Commercial Officer bei Enery.
In einer Welt, in der die Strommärkte immer komplexer werden, reicht es nicht mehr, nur Hardware in die Landschaft zu stellen. Es geht um die intelligente Verknüpfung von Marktmechanismen und technischer Ausführung. Vartigov betont: „Diese Transaktion zeigt, wie innovative kommerzielle Strukturen bei disziplinierter Umsetzung langfristigen Wert für Kreditgeber und Projektträger gleichermaßen schaffen können. Ich bin extrem stolz auf das Team von Enery, dessen Einsatz und Expertise maßgeblich dazu beigetragen haben, dieses komplexe Projekt zur Finanzierungsreife zu führen.“

Enery baut seine BESS-Vorreiterrolle in CEE aus
Ein starkes Signal für den CEE-Raum
Für die DSK Bank ist das Projekt ein klares Bekenntnis zum bulgarischen Energiemarkt. „Batteriespeicher sind unerlässlich, um eine höhere Integration erneuerbarer Energien zu ermöglichen“, so Ivo Kolarov, Leiter für Spezial- und strukturierte Finanzierungen bei der DSK Bank. Die Bank sieht sich hier als Ermöglicher einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und setzt auf Projekte, die robustes Risikomanagement mit langfristiger Nachhaltigkeit verbinden. „Dieser Meilenstein unterstreicht das Engagement der DSK Bank, Bulgariens Weg in eine kohlenstoffarme Wirtschaft durch innovative grüne Finanzierungslösungen voranzutreiben“, ergänzt Pavel Tischev, Leiter Projektfinanzierung bei der DSK Bank.
Auch Vitol sieht in der Partnerschaft erst den Anfang einer längeren Reise. Man verfüge bereits über umfangreiche Erfahrung mit BESS in Australien, den USA und Europa und wolle dieses Know-how nun verstärkt in Bulgarien einbringen. „Wir freuen uns, dieses Projekt zu ermöglichen, das das erste von vielen in Partnerschaft mit Enery sein soll“, sagt Pablo Galante Escobar, Vorstandsmitglied von Vitol. Man sei bestens aufgestellt, um den Ausbau von Speicherkapazitäten und erneuerbaren Energien zu unterstützen, die für die Energiewende dringend benötigt werden.
Skalierbare Modelle für die Zukunft
Mit der Anbindung an ein neues 33/110-kV-Umspannwerk wird Nova Zagora direkt in das Übertragungsnetz integriert. Doch die Bedeutung des Projekts reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus. Es dient als skalierbares Modell für die nächste Generation von Speicherlösungen und hybriden Abnahmestrukturen in ganz Südosteuropa.
Enery unterstreicht damit einmal mehr seine Rolle als Key Player in der CEE-Region. Mit einer Pipeline von fast 10 GW in zehn Ländern und einer bereits verwalteten Batteriekapazität von über 700 MWh zeigt das Unternehmen, dass die Energiewende kein fernes Ziel, sondern gelebte Praxis ist. Wer heute auf Speicher setzt, investiert nicht nur in Technik, sondern in die Stabilität und Unabhängigkeit des gesamten europäischen Energiesystems. In Nova Zagora wird diese Zukunft nun Realität.