Freiflächen-PV: Enery zeigt, wie‘s geht

2. Dezember 2024

Experten sind sich einig: Ohne die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaik wird Österreich die Energiewende nicht schaffen – Enery konnte als Vorreiter bereits zahlreiche Projekte erfolgreich umsetzen.

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Für Expert:innen steht fest: Ohne Photovoltaik wird Österreich seine Klimaziele nicht erreichen. Konkret wird es nicht ohne den Ausbau von PV-Anlagen auf Freiflächen gehen. Das Potenzial auf Gebäuden reicht nicht annähernd aus, um die notwendige Leistung an Solarstrom zu produzieren. Zu diesem klaren Ergebnis kommt Hubert Fechner, Obmann der Technologieplattform Photovoltaik, in einer aktuellen Studie. Da es laut dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz bis 2030 einen Zuwachs an Photovoltaik-Energie von bis zu 21 Terawattstunden geben muss, wird PV auf Häusern und anderen Infrastrukturen „keinesfalls ausreichen, um diese Ziele zu erreichen“, so der Experte.

Vorreiter Enery

An Freiflächen-Photovoltaik führe daher in Zeiten von Klimawandel und Energiekrise kein Weg vorbei – hier gibt es ausreichend Potenzial, um die notwendige PV-Leistung zu erreichen, so der Experte. Potenzial, das Enery zu nutzen weiß: Als ein führender Entwickler von Photovoltaik-Anlagen in Zentral- und Osteuropa hat das österreichische Unternehmen bereits zahlreiche Freiflächen- Projekte im In- und Ausland umgesetzt, wie Robert Höller, Managing Director Österreich bei Enery, erklärt: „Nachdem seit 2023 unsere Photovoltaik-Anlage im steirischen Gleinz, einem Ortsteil von Frauental an der Lassnitz, 6 Gigawattstunden Strom im Jahr liefert, entsteht aktuell in Dobl-Zwaring bei Graz auf 20 Hektar der größte Photovoltaik-Park der Steiermark. Die Energie Steiermark investiert gemeinsam mit Enery rund 13 Millionen Euro in dieses Projekt, das jährlich 22 Millionen Kilowattstunden Grünstrom produzieren wird. Ab 2025 werden mit der Anlage 6.000 Haushalte im Bezirk Graz-Umgebung mit Strom versorgt sowie 6.300 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr eingespart“, so Höller.

Robert Höller, Martin KirchmayrRobert Höller,  Enerys Managing Director Österreich (l.) und Martin Kirchmayr, Senior Project Development.

Enery sieht als Vorreiter auf dem Gebiet von Freiflächen-Photovoltaik in deren intensivem Ausbau enorme Chancen. Auch – beziehungsweise gerade – für heimische Grundbesitzer. Denn sie profitieren als Projektpartner auch in ökonomischer Hinsicht, so Martin Kirchmayr, Senior Project Development und Enerys Projektverantwortlicher für Oberösterreich. „Gemeinsam mit den Landwirten werden die Nutzungskonzepte erarbeitet. Zukünftig wird neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen auch Energie auf den Feldern erzeugt, wobei langfristige Pachteinnahmen für Grundbesitzer eine interessante Option darstellen. Unternehmen wiederum haben die Möglichkeit der direkten Stromlieferung durch eine Anlage auf dem eigenen Betriebsgebiet. Als Vorreiter bei Freiflächen-PV freuen wir uns auf alle Anfragen dazu: enery.energy/kontakt.“

Win-win-Situation

Auch kann Enery bei allen Bedenken, die bei Freiflächen-Photovoltaik immer wieder geäußert werden, aufklären: „Die Annahme, dass Solarparks die dabei genutzten Flächen beeinträchtigen, ist völlig unbegründet“, erklärt Robert Höller. „Im Gegenteil: Die Flächen bleiben unversiegelt, unter der PV-Anlage entstehen sogar neue Biodiversitätsflächen.“ Freiflächen-Photovoltaik wird somit zu einer wichtigen Maßnahme gegen Bodenversiegelung in Österreich. Einem Land, in dem täglich Acker- und Wiesenflächen im Ausmaß umgerechnet 16 Fußballfeldern versiegelt werden, was laut Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) eine Gefährdung „nicht nur der heimischen Lebensmittelproduktion, der Tier- und Pflanzenwelt und des Tourismus“, darstellt. Die Verbauung befeuert auch „die Auswirkungen von Extremwetterereignissen wie Überschwemmungen“, so das WIFO.

„Zudem kann der Standort beispielsweise mit Schafen beweidet werden“, erläutert Robert Höller. „Oder er steht als Agri-PV weiterhin der landwirtschaftlichen Produktion zur Verfügung.“ So ist beispielsweise eine agrarische Doppelnutzung mit Schafhaltung Teil des PV-Parks in Dobl-Zwaring. Höller: „Das Fazit ist klar: Freiflächen-Photovoltaik ist in jedem Fall eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“

✅ TEXT: MICHI REICHELT
✅ FOTOS: ENERY