Um die Energiewende (rechtzeitig) zu schaffen, sind Batteriespeichersysteme die Grundvoraussetzung, da sie eine effektive und stabile Energieversorgung garantieren. Einmal mehr ist Enery auch hier Vorreiter.
Mittlerweile sind sich nicht nur Expert:innen einig. Ohne den massiven Ausbau von Photovoltaikanlagen – insbesondere auf Freiflächen – ist die Transformation weg von Fossiler und hin zu Erneuerbarer Energie nicht zielgerecht möglich. Bekanntlich soll in Österreich bereits 2030 der Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren gedeckt werden, was einen notwendigen Zuwachs allein an Photovoltaik-Leistung von mindestens 11 Terawattstunden (TWh) bedeutet.
Ebenfalls unbestritten ist nämlich: Durch die höhere Anzahl von Solar- und Windkraftanlagen bekommen Batteriespeichersysteme eine immer höhere Relevanz. Sie können etwaige Schwankungen in der Stromproduktion ausgleichen – und tragen damit insbesondere für Unternehmen auch wesentlich zur Planungssicherheit bei. Sichere Energielieferungen sind ebenso wie stabile Preise essenziell für den wirtschaftlichen Erfolg der Industrie.
BESS auf dem Vormarsch
Die Branche hat diese Notwendigkeit bereits seit längerem erkannt. Laut einem Bericht von SolarPower Europe wurden allein 2023 Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) mit einer Kapazität von 17,2 Gigawattstunden (GWh) in Europa installiert; eine Steigerung von 94 Prozent im Vergleich zu 2022. Die europäische Gesamtkapazität betrug damit Ende 2024 rund 36 GWh.
63 Prozent dieser Kapazität entfiel auf den privaten Bereich, gefolgt von Großbatteriesystemen (21 %) und Gewerbe- und Industriesystemen (9 %). Für 2024 liegen noch keine konkreten Zahlen vor, Schätzungen gehen jedoch von einem weiteren deutlichen Zuwachs von über 30 Prozent aus. Dennoch bleiben die Prognosen immer noch hinter den geschätzten 200 GW Batteriekapazität zurück, die bis 2030 in der Europäischen Union benötigt werden, um die Energiewende zu schaffen.
Enery legt vor
Enery trägt zur Erreichung der Ziele in Zentral- und Osteuropa einmal mehr bei. So eröffnete man bereits im Vorjahr im rumänischen Sărmasag in Ardeal ein Solarpark der besonderen Art (siehe Foto oben). Mit einer installierten Leistung von 52,4 Megawattpeak produziert er 64,8 Gigawattstunden Grünstrom jährlich, mit dem Ursus Breweries, einem Unternehmen von Asahi Europe & International (AEI), langfristig mit Grünstrom versorgt wird. Was die PV-Anlage so besonders macht, ist ihr 22-MWh-BESS, Enerys erstes dieser Art. Es umfasst 11 Speicher mit einer Kapazität von jeweils 2 MWh sowie einen eigenen Transformator. Die Anlage ist somit einer der fortschrittlichsten in der Region und stellt als solche ein deutliches Signal dar: Energiespeichersysteme sind im CEE-Raum nicht mehr die Zukunft – sie sind bereits die Gegenwart.
Eröffnung des Solarparks Sărmasag durch Enerys COO Lukas Nemec (3.v.r.) und CEO Richard König (r.).
Aber auch in Österreich ist Enery auf dem Gebiet der Batteriespeichersysteme Vorreiter. „Wir werden in alle unsere Anlagen Batteriespeicher integrieren, um Strom effizient und zielgerichtet liefern zu können“, wie David Wagner, Project Developer bei Enery, erklärt. „Außerdem arbeiten wir auch an Standalone-Batterieprojekten.“ Neben der Netzstabilisierung bieten Speichersysteme einen entscheidenden Vorteil, wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer Studie bestätigt. Demnach produzieren Photovoltaik-Anlagen in Kombination mit Batteriespeichern deutlich günstiger Strom als Kohle- oder Gaskraftwerke.
Hürdenlauf
Doch noch fehlen in Österreich klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Und nicht nur da. Denn der Ausbau von Stormpeicherung durch Batteriespeichersysteme stößt in ganz Europa auf die gleichen Hindernisse. Nach wie vor gibt es – so wie generell bei der Errichtung von Solar- und Windkraftanlagen – regulatorische und politische Hürden, wie auch SolarPower Europe bestätigt. Das Fehlen konkreter Ziele sowie unzureichende Marktsignale, Doppelbesteuerung und restriktive Netzrichtlinien sorgen demnach für Hindernisse bei der Entwicklung.
„Es kann nicht der Wahrheit letzter Schluss sein, wenn wir an 44 Tagen im Jahr Strom von Erneuerbaren abregeln müssen, weil zu viel Strom im Netz ist und es zu wenig Speicher gibt“, meint Christoph Schuh, Sprecher des Strom-Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG) im Gespräch mit der Tageszeitung „Der Standard“. Es brauche viel mehr Stromspeicher für die kurzfristige Speicherung, wobei das größte Potenzial bei Batterien liege, so Schuh.