Erneuerbare Energie: Enery als Key Player in CEE

19. März 2025

Bereits ein Drittel der globalen Stromproduktion basiert auf Erneuerbaren Energieträgern, wie der aktuelle REN21-Report berichtet – mit Enery als einem Key Player in Zentral- und Mitteleuropa. Allerdings ist auf dem Weg zur Energiewende noch viel zu tun. Insbesondere der Ausbau der Infrastruktur bei gleichzeitigem Abbau von bürokratischen Hürden ist das Gebot der Stunde.

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Es dürfte auch außerhalb von ausgewiesenen Experten kein Geheimnis mehr sein: Erneuerbare Energie boomt. Die Energie- und Klimakrise sowie damit verbunden eine global volatile Wirtschaftslage haben zuletzt für einen weltweiten Schub bei der Errichtung von Grünstromanlagen gesorgt. Insbesondere der Ausbau von Photovoltaik wurde intensiviert. So betrug allein die Gesamtleistung von neu installierten PV-Anlagen innerhalb der Europäischen Union laut Solarpower Europe im Jahr 2024 insgesamt 65,5 Gigawatt.

Strom: Ein Drittel Erneuerbare

Noch deutlicher wird der Erneuerbare-Boom beim Blick auf den aktuellen Globalen Statusbericht von REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century). Das Netzwerk verschiedener Interessengruppen – Regierungen, Industrie, NGOs, Wissenschaft und Hochschulen – hat es sich zur Aufgabe gemacht, als weltweite Austausch- und Informationsplattform den Ausbau von Erneuerbaren Energien voranzutreiben.

Laut dem Bericht passiert aktuell bereits rund ein Drittel der globalen Stromproduktion aus Erneuerbaren. Allein 2023 gab es einen Ausbau von Grünstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 473 Gigawatt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von rund 36 Prozent. Der Großteil fällt dabei auf Photovoltaik und Windkraft. Die Investitionen in Erneuerbare Energien haben dem Statusbericht zufolge ebenfalls eine Rekordhöhe erreicht. Demnach floss bereits 2023 eine Summe von 623 Milliarden US-Dollar (was 43 Prozent aller weltweiten Klimaschutzinvestitionen entspricht) in Erneuerbare.

„Europaweit denken“

Klar wird durch den REN21-Bericht auch, dass Europa im Vergleich mit den anderen großen Wirtschaftsräumen noch Luft nach oben hat. So ist China beim Grünstrom-Ausbau führend, gefolgt von den USA. Europa liegt hier nur an dritter Stelle. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Die Infrastruktur für Erneuerbare Energien muss in ganz Europa massiv ausgebaut werden, wie Enery-CEO Richard König bereits im Rahmen der Enery Energiekonferenz gefordert hatte: „Wir müssen europaweit denken; wir haben extrem günstigen Windstrom in Schweden oder in Estland, günstigen Solarstrom in Portugal, Spanien, Italien“, so König. Es sei technisch einfach, die Netze zu einem europäischen Stromsystem auszubauen. „Wir brauchen große Infrastrukturprojekte im Erneuerbaren-Bereich. Wir brauchen einen Infrastrukturplan für Industrie.“

REN21: Richard König, EneryEnery-CEO Richard König auf der Energy Energiekonferenz

Enery ist als einer der führenden Anbieter von Grünstromlösungen im CEE-Raum einer der Key Player im europäischen Erneuerbaren-Bereich. Daher weiß Robert Höller, Project Director bei Enery Österreich, wovon er spricht, wenn er sich den Abbau von Bürokratie und politischen Hürden wünscht: „Eine einheitliche Regelung für Zonierung und Genehmigung von geeigneten Flächen für Photovoltaik ist dringend notwendig. Auch in Österreich muss der Netzausbau nationale Priorität haben, Netzzugänge müssen transparent möglich gemacht werden“. Betreiber, Politik und Bevölkerung müssten an einem Strang ziehen, so Höller.

Internationaler Kraftakt

Generell zeigt der Bericht von REN21, dass die globale Anstrengung, die Energiewende zu schaffen, verstärkt werden muss. Insbesondere am Transportsektor bestehe Aufholbedarf. Laut Statista stammen etwa 21 Prozent des weltweit emittierten CO2 aus dem Transport, dennoch betrug der Anteil an Erneuerbaren hier zuletzt nur 4,4%. Auch die Sektoren der Wärme- und Treibstoff-Produktion hinken der Stromerzeugung stark nach. Hier liegt der Anteil mit zehn beziehungsweise 3,5 Prozent weit unter den angestrebten Zielen – und das, obwohl beide Bereiche zusammen drei Viertel der weltweiten Energieerzeugung ausmachen.

Das Fazit von REN21: Auch, wenn der Anteil an Erneuerbaren weltweit stetig im Steigen begriffen ist, wurde im Verhältnis in den vergangenen Jahren so viel fossile Energie verbraucht wie nie zuvor. Grund dafür ist der wachsende Energieverbrauch der Menschheit; in den letzten zehn Jahren ist dieser global mehr als 15 Prozent angewachsen. 2023 lag daher der durch Fossile Energieträger verursachte Treibhausgasemissonen bei 37,4 Gigatonnen. REN21 hält daher die Investition von 1.300 bis 1.350 Milliarden Dollar bis 2030 für notwendig, um das weltweite Klimaziel von 1,5°C Erderwärmung einzuhalten. Eine Summe, die in etwa dem Doppelten von dem entspricht, was aktuell investiert wird. Mit dem jüngsten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen werden die Ambitionen allerdings zu einem noch größeren Kraftakt. Einem Kraftakt, den Europa nur gemeinsam schaffen kann.

✅ TEXT: MICHI REICHELT
✅ FOTOS: ENERY