Enerys Sustainability Report 2024: Mehr als nur Grünstrom

19. September 2025

Mit dem aktuellen Sustainability Report zeigt Enery einmal mehr, wie Nachhaltigkeit in jedem Bereich des Unternehmens gelebt wird – von großen Photovoltaikanlagen über Bildungsinitiativen in lokalen Gemeinden bis zur internen Unternehmenskultur.

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2024 war für Enery ein Jahr der Expansion: Mit 65 Kraftwerken und einer installierten Kapazität von 433 MW konnte das Portfolio des Unternehmens deutlich vergrößert werden. Neue Photovoltaikanlagen in Bulgarien, Rumänien, der Slowakei, Österreich und Tschechien festigen Enerys Position als Key Player bei erneuerbaren Energiesystemen in Zentral- und Osteuropa – wobei Solarparks wie im bulgarischen Tsenovo, Enerys bisher größte Photovoltaik-Projekt, oder im steirischen Dobl-Zwaring, der größten PV-Anlage der Steiermark, zu den Highlights zählen. Highlights, die mehr sind als Grüne Energie, wie Enerys Sustainability Report 2024 eindrucksvoll zeigt.

Wachstum mit Verantwortung

Auch im Bereich der Energiespeichersysteme wurden Meilensteine gesetzt: In Estland und Rumänien entstanden erste Batteriespeicher (BESS), die künftig für Netzstabilität sorgen. Tatsache ist: Der ökologische Impact im Erneuerbaren-Bereich ist essentiell und spürbar. Enerys Kraftwerke haben 2024 rund 162.000 Tonnen CO₂ vermieden und Strom für über 180.000 Haushalte erzeugt. Zum Vergleich: In Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, gibt es aktuell rund 150.000 Haushalte …

Und man setzt weiter auf zukunftsweisende Partnerschaften für die Energiewende. Mit langfristigen Power Purchase Agreements (PPAs) konnte Enery 2024 weitere starke Industriepartner gewinnen; Verträge mit Unternehmen wie Asahi Europe & International, Nokian Tyres, BENTELER oder OMV Petrom sichern jährlich über 192 GWh sauberen Strom.

Enerys CEO Richard König betont: „Unsere Vision ist es, grüne Energie zu liefern, die die Abhängigkeit von fossilen Importen verringert und die regionale Wettbewerbsfähigkeit stärkt.“ Diese Strategie schafft nicht nur Klimanutzen, sondern auch lokale Wertschöpfung – durch Jobs, Investitionen und Bildungsinitiativen.

Nachhaltigkeit in Projekten

So zeigt Enerys aktueller Sustainability-Report auf, dass Enery Nachhaltigkeit deutlich weiter und breiter denkt als nur in Kilowattstunden. Aktuelle Projekte belegen Enerys Engagement weit über Grünstrom-Erzeugung hinaus:

  • Bildung: In Rumänien erhielt eine Schule in Sărmășag eine 40-kWp-Solaranlage. Sie deckt bis zu 90 % des jährlichen Bedarfs und macht die Energiewende zum Alltagsthema für 500 Kinder.
  • Biodiversität: In Bulgarien wurden beim Bau des Tsenovo-Parks Bienenstöcke installiert, Stipendien an Imkerinnen vergeben und Schulprogramme gestartet.
  • Doppelnutzung: Im slowakischen Projekt Elias grasen Schafe unter den Modulen – eine einfache, ökologische Form der Flächenpflege.

Verantwortung im eigenen Haus

Auch intern schreitet Enery konsequent voran:

  • 80 % der Fahrzeugflotte sind elektrisch.
  • Emissionsdaten werden inzwischen zu 62 % aktivitätsbasiert erfasst – ein Quantensprung an Genauigkeit.
  • Umfangreiche Schulungen zu Arbeitssicherheit und IT-Security stärken die Resilienz.

Lukas Nemec, COO bei Enery, bringt es auf den Punkt: „Wir feiern die Vielfalt, das Fachwissen und die Leidenschaft unserer 217 Eneristas. Mit 29 vertretenen Nationalitäten spiegelt unser Team die inklusive und globale Unternehmenskultur wider, die wir leben.“

Auch die Unternehmensführung wird zunehmend nach ESG-Kriterien ausgerichtet: Enery arbeitet entlang der EU-Taxonomie und internationaler Berichtsstandards wie GRI und ESRS. Ein klar definiertes Governance-System sorgt dafür, dass Nachhaltigkeit in jedem Entscheidungsprozess verankert ist – vom Aufsichtsrat bis in die Projektteams. Transparente Stakeholder-Dialoge mit Gemeinden, Behörden und Investoren sind dabei ein fester Bestandteil aller Projekte.

Neben Scope-1- und Scope-2-Emissionen werden inzwischen auch wesentliche Scope-3-Kategorien erfasst. Damit legt Enery die Basis für ein vollständiges Bild des unternehmerischen Fußabdrucks und unterstreicht das Ziel, bis 2030 eine nahezu klimaneutrale Betriebsweise zu erreichen.

Lernen aus Herausforderungen

2024 verzeichnete Enery den ersten „Lost Time Incident“. Der Vorfall führte zur sofortigen Anpassung der Sicherheitsstandards – ein Beispiel dafür, wie konsequent das Unternehmen aus Erfahrungen lernt.

Auch der Klimawandel bleibt ein Dauerthema. Erste Anpassungsmaßnahmen laufen bereits: Windschutzpflanzungen an PV-Standorten oder Sensoren zur Früherkennung von Waldbränden zeigen, dass Resilienz künftig integraler Bestandteil von Projekten ist.

Über technische Sicherheitsstandards hinaus beschäftigt sich Enery intensiv mit Risikomanagement. Dazu zählen nicht nur Klimarisiken wie extreme Wetterereignisse, sondern auch regulatorische Veränderungen und die Volatilität der Energiepreise. Frühwarnsysteme, flexible Finanzierungsmodelle und ein strukturierter Risiko-Review-Prozess stärken die Resilienz des Unternehmens und seiner Projekte.

Blick nach vorn

Nachhaltigkeit bedeutet für Enery nicht nur ökologische und soziale Verantwortung, sondern auch ökonomische Stabilität. Der Zugang zu grünem Kapital – etwa über Green Bonds oder nachhaltigkeitsgebundene Finanzierungen – wird durch klare ESG-Leistungen erleichtert. So zahlt sich die Integration von Nachhaltigkeit auch finanziell aus: Sie sichert Investitionen, schafft Vertrauen bei Partnern und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit am Kapitalmarkt. Enery hat 2024 über 20 ESG-Projekte umgesetzt und 540.000 Euro in lokale Initiativen investiert – von Wiederaufforstungen bis zu Bildungsprogrammen. Das Ziel bleibt ambitioniert: Bis 2030 will das Unternehmen jährlich 10 TWh grünen Strom bereitstellen. Oder, wie es Richard König und Lukas Nemec formulieren: „Nachhaltigkeit ist ein Weg, kein Ziel. Wir werden weiterhin alles daransetzen, diesen Weg entschlossen, innovativ und verantwortungsvoll zu gehen.“

Mit dem Sustainability Report 2024 macht Enery deutlich: Nachhaltigkeit ist nicht nur Teil der Unternehmensstrategie – sie ist das Fundament für jedes Projekt, jede Partnerschaft und jede Entscheidung.

✅ TEXT: MICHI REICHELT
✅ FOTOS: ENERY