15. Mai 2024
Krieglach: Erste Enery-Anlage für voestalpine

Die soeben von Enery in Krieglach installierte Photovoltaik-Anlage wird künftig einen Teil des Grünstrombedarfes der voestalpine Rotec GmbH sichern. Weitere Anlagen im CEE-Raum sind in Planung.

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Mit der Inbetriebnahme einer 3.800 Solarpaneele umfassenden Photovoltaik-Anlage im steirischen Krieglach feiert der in Wien ansässige und international tätige Grünstromerzeuger Enery zusammen mit der voestalpine Rotec den Startschuss in eine gemeinsame grüne Energiezukunft. Auf einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern werden nun insgesamt 1,7 Gigawattstunden Grünstrom jährlich produziert. Das entspricht 14 Prozent des Strombedarfs vor Ort beziehungsweise jenem von 337 Haushalten.

Die PV-Anlage ist das erste von mehreren Projekten, die Enery für die voestalpine in Zentral- und Osteuropa realisiert. So wird derzeit eine weitere Anlage im tschechischen Pardubice für die Nedcon Bohemia Ltd., einem Tochterunternehmen der Metal Forming Division, errichtet. Dieses Kraftwerk wird 800 Megawattstunden Strom im Jahr liefern und damit 320 Tonnen an CO₂-Emissionen im Vergleich zu tschechischen Stromerzeugungsanlagen (Residualmix“) einsparen.

Langfristige Partnerschaft & Planbarkeit

Enerys CEO Richard König betonte den Vorteil der direkten Stromlieferung aus der PV-Anlage in Krieglach in die Verbrauchsanlage der voestalpine Rotec: „Somit kann die voestalpine Rotec einen Teil ihres Strombedarfs mit vor Ort produzierter erneuerbarer Energie decken. Neben den ökologischen bietet die PV-Anlage auch ökonomische Vorteile durch die langfristige Planbarkeit beziehungsweise Preissicherheit aufgrund des fixen Stromabnahmetarifs. Enery wird für die Vertragslaufzeit die Betriebsführung und Wartung der Anlagen übernehmen, weshalb sich die voestalpine Rotec weiterhin auf ihre Kernkompetenz konzentrieren kann. Die langfristige Partnerschaft ist somit eine Win-win-Situation.“

Richard König (CEO Enery), Michael Suppan (Standortleiter Krieglach voestalpine Rotec GmbH), Patrick Seiser (Projektleiter voestalpine Rotec GmbH), Cristian Codrea (Head of Enery Industry Partnership)v.r.: Richard König (CEO Enery), Michael Suppan (Standortleiter Krieglach voestalpine Rotec GmbH),
Patrick Seiser (Projektleiter voestalpine Rotec GmbH),
Cristian Codrea (Head of Enery Industry Partnership)

„Wir sind stolz auf unsere Partnerschaft mit einem der führenden österreichischen Industrieunternehmen und auf eine Investition mit unmittelbarer Auswirkung auf die Nachhaltigkeit“, ergänzte Cristian Codrea, Head of Enery Industry Partnership. „Gemeinsam mit dem Team unseres Kunden haben wir ein Projekt fertiggestellt, das grüne Energie dort produziert, wo man sie verbraucht, und das dem Unternehmen letztendlich Versorgungs- und Preissicherheit garantiert. Wir werden uns weiterhin mit Angeboten und Produkten an die Industrieunternehmen in CEE wenden, damit diese nicht nur wettbewerbsfähig bleiben, sondern auch den Turnaround in der Energiewende meistern. Es liegt auf der Hand, dass für die Zukunft innovative technische und vertragliche Lösungen gefunden werden müssen, die sowohl den Zielen des Umweltschutzes als auch der Wirtschaftlichkeit gerecht werden.“

Enery Industry Partnership: Die spezielle Art der Partnerschaft

Das Projekt in Krieglach sowie alle Enery Industry Partnerschaft-Projekte sind als sogenannte on-site Power Purchase Agreements (oder on-site Contracting) aufgesetzt. Enery Industry Partnership übernimmt dabei Planung, Genehmigung, Finanzierung und Betrieb der Energieanlagen am Gelände eines Industriebetriebes oder auf anliegenden Freiflächen und liefert so sauberen Strom zum Fixpreis direkt an den Kunden. Dieser stellt wiederum lediglich die Flächen zur Verfügung.

Diese Modelle bieten Unternehmen somit die Möglichkeit, Erneuerbare Energie ohne Anfangsinvestitionen zu nutzen. Jede Partnerschaft ist daher eine klare Win-Win-Situation: Der Energieproduzent sichert sich einen verlässlichen Abnehmer für seinen sauberen Strom, während der Kunde sich dauerhaft stabile, attraktive Strompreise sichert und dabei seine CO₂-Emissionen reduziert. Neben den ökologischen bieten on-site PPAs auch ökonomische Vorteile. Einerseits durch die Einsparung von Netzgebühren aufgrund der Einspeisung hinter dem Zählpunkt und andererseits durch die langfristige Planbarkeit beziehungsweise Preissicherheit aufgrund des fixen Stromabnahmetarifs.

✅ TEXT: MICHI REICHELT
✅ FOTOS: ENERY