FAQs

Häufig gestellte Fragen von Grundbesitzern

Fragen & Antworten

Landwirtschaftliche Fragen

Für die PV-Freiflächennutzung kommen alle Flächen in Frage, die den Richtlinien der Bundesländer in Österreich entsprechen. Häufig sind das jene Flächen mit geringe Bodenqualität, oder Flächen, die nicht anderweitig produktiv verwendet werden können.

Gemäß den österreichischen Klimazielen muss der gesamte Strombedarf bis zum Jahr 2030 ausschließlich durch erneuerbare Energietechnologien gedeckt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Einsatz von Photovoltaik-Anlagen auf ganze 11 GW auszuweiten. Das ist genug Strom, um vier Millionen Drei-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr lang zu versorgen. Photovoltaik-Dachanlagen sind zwar eine exzellente Lösung, doch aktuelle Studien haben ergeben, dass der verfügbare Platz auf österreichischen Dächern nicht ausreicht, um diese Anforderung zu erfüllen. Ohne neue Freiflächenanlagen können wir das 11-GW-Ziel nicht erreichen. Darum ist es umso wichtiger, ungenutzte landwirtschaftliche Flächen für die Photovoltaik nutzbar zu machen.

WICHITG: Bereits heute werden viele landwirtschaftliche Flächen zur Energieerzeugung (Biokraftstoffe) verwendet. Dabei kann durch die Erzeugung von Wasserstoff durch Photovoltaikstrom zehnmal mehr Kraftstoff produziert werden als durch Energiepflanzen. Das bedeutet: Photovoltaikanlagen benötigen gegenüber Energiepflanzen deutlich weniger Fläche!

Unsere bodenmontierten PV-Anlagen werden mithilfe eines speziell entwickelten Montagerahmens installiert, der durch Stützen gesichert wird, welche nur an ganz bestimmten Punkten in den Boden getrieben werden. Dadurch wird bei der Installation eines neuen PV-Projekts nur 1 % des Bodens tatsächlich bedeckt oder „versiegelt“.

Die Projektfläche kann weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, sofern die angebauten Kulturen die Photovoltaikanlage nicht beschatten oder beeinträchtigen. Eine Doppelnutzung ist möglich und von Enery gewünscht!

Auf einer Fläche mit einer PV-Anlage können Tiere gehalten werden, einige Nutztierarten eignen sich allerdings besser als andere. Enery fördert zum Beispiel aktiv die Schaf- und Bienenzucht und unterstützt sogar deren Subventionierung.

Im Gegensatz zu vielen anderen Technologien zur Energieerzeugung sind die Auswirkungen von PV-Freiflächenanlagen minimal. Vielmehr können sie sogar dazu beitragen, den Lebensraum von Tieren und Pflanzen zu verbessern. So dient etwa der Schatten unterhalb der PV-Module gerade im Sommer für viele Tiere als kühler Rückzugsort. Zusätzlich haben sich PV-Freiflächenanlage als der perfekte Platz für Bienen herausgestellt. Dies lässt sich damit begründen, dass in den Solarparks keine Pestizide eingesetzt werden und dadurch die Qualität des Honigs enorm verbessert wird. Ebenfalls bietet das eingezäunte Gebiet einen sichereren Standort für die Bienenvölker.

Das Projekt bietet einen sicheren Einstand für heimisches Wild. In dem Projektgebiet ruht die Jagd (das Jagen ist hier nicht möglich), jedoch zählt die Fläche weiterhin zur Eigenjagd.

Dachflächen vs. Freiflächen

Um die österreichischen Klimaziele zu erreichen, ist ein Photovoltaik-Ausbau von 11 GW notwendig. Die ausschließliche Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Dachflächen bzw. versiegelten Flächen wird nicht ausreichen, um die Klimaziele zu erreichen.

Die Errichtung von PV-Freiflächen ist wesentlich günstiger als der Bau von PV-Anlagen auf Dächern oder Fassaden. Der Grund dafür ist, dass die Fixkosten – wie Planung, Dokumentation usw. – meistens unabhängig von der Anlagengröße anfallen. Somit kann durch größere Anlagen kostengünstiger Öko-Strom für die Bevölkerung bereitgestellt werden.

Ein zusätzliches Argument für PV-Freiflächen ist, dass sich viele Dächer aufgrund ihrer Ausrichtung gar nicht zur PV-Nutzung eignen. Dieses Problem fällt bei PV-Freiflächen weg, da die Ausrichtung durch die Aufständerung jederzeit frei gewählt werden kann.

Im Gegensatz zu PV-Dachflächen benötigen PV-Freiflächenanlagen keine staatliche Förderung! Somit tragen PV-Freiflächen-Projekte dazu bei, den Steuerzahler zu entlasten.

Photovoltaik-Anlagen haben gegenüber anderen Technologien den großen Vorteil, dass sie erneuerbaren Strom produzieren, ohne dabei Lärm oder Schadstoffe zu erzeugen und ohne Tiere oder Menschen zu beeinträchtigen. Außerdem hat diese Technologie den Vorteil, dass sie bei durchdachter Planung das Landschaftsbild nicht stört.

Vertragsformen

Um ein Photovoltaik-Projekt zu realisieren, müssen jede Menge Vorarbeiten geleistet werden. Dazu zählen z.B. Planung, Dokumentation, Einholen von Genehmigungen, usw. Der Vorvertrag ist somit für die Einleitung der Planungsphase des Projektes notwendig.

Die Flächen werden über eine Dauer von mindestens 30-40 Jahren gepachtet. Dies entspricht der Lebensdauer einer Photovoltaik-Anlage. Der Pachtpreis wird über die Zeitspanne inflationiert. Der Grundbesitzer bleibt über die gesamte Pachtdauer weiterhin der alleinige Eigentümer der betroffenen Flächen.

Sofern eine Verlängerung des Betriebes unerwünscht ist, wird die Photovoltaik-Anlage nach der Nutzung von uns rückstandslos entfernt. Der Rückbau ist auf jeden Fall sichergestellt.

Während des Betriebs muss die Fläche gemäht werden, um Beschattungen zu verhindern. Diese Tätigkeit wird vollumfänglich von Enery durchgeführt. Der Grundbesitzer hat somit keinen Mehraufwand.

Im Falle des Konkurses übernimmt die Verwaltung der Anlagen ein Masseverwalter. Dieser wird die bestehende Anlage nach einem Schuldenschnitt i) weiterbetreiben beziehungsweise ii) an ein anderes Unternehmen weiterverkaufen, das die Anlage ebenfalls weiterbetreiben wird. Im schlimmsten Fall werden die Anlagenteile (insbesondere Module, Wechselrichter und Aufständerung) zu Marktpreisen verkauft und dadurch der Rückbau finanziert. Es verbleiben keine Überreste auf dem Grundstück zurück.

Dieses Recht benötigen wir als Projektentwickler für die weitere Entwicklung und Umsetzung des Vorhabens. Die Umsetzung des Projektes wird mit Eigenkapital sowie Fremdkapital finanziert. Um sich Fremdkapital ausborgen zu können, müssen dem Kapitalgeber Rechte und Sicherheiten zugesichert werden.

Projektspezifisch

Die PV-Anlage wird auf großen Freiflächen errichtet. Dafür werden die PV-Module aufgeständert und in mehreren Reihen aufgestellt.

Da wir uns auf die Errichtung von Großprojekten spezialisiert haben, müssen wir den erzeugten Strom in ein Umspannwerk einspeisen. Dieses befindet sich in unmittelbarer Nähe zu diesen PV-Projekt.

Ja. Nur so können wir verhindern, dass sich unbefugte Menschen Zutritt zur PV-Anlage verschaffen. Da die Anlage allerdings unter Strom steht, dient der Zaun vor allem dazu, Verletzungen zu verhindern. Darüber hinaus fungiert die Absperrung auch als Diebstahlschutz.

Die Dauer der Errichtung beträgt ungefähr sechs bis acht Monate.

Enery ist immer daran interessiert die Interessen aller Betroffenen so gut wie möglich zu berücksichtigen. Ein Sichtschutz wird von Enery bei jedem Projekt geprüft und bei Bedarf umgesetzt.

Fragen zur Photovoltaik Technologie

Ja! Die für die Produktion der PV-Anlagen benötigte Energie wird während der Betriebszeit von zwei bis drei Jahren wieder erzeugt. Der Hauptbestandteil einer PV-Anlage ist Quarzsand (Sand). Das Vorkommen von Quarzsand ist nahezu unbegrenzt.

Die Lebensdauer einer PV-Anlage beträgt mehr als 40 Jahre. Dies entspricht auch der angestrebten Pachtdauer.

Eine PV-Anlage hat nur geringe Auswirkungen auf ihre Umgebung. Die Errichtung ist mit wenigen Eingriffen in die Landschaft verbunden, wobei keine relevante Flächenversiegelung stattfindet.  Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energietechnologien, wie z.B. Windkraft oder Wasserkraft, wird die Biodiversität nicht eingeschränkt, sondern sogar erhöht.

Noch weitere Fragen?

Sie konnten die Antwort auf Ihre gewünschte Frage nicht finden? Kontaktieren Sie uns! Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören, stehen Ihnen gerne zur Seite und helfen bei komplexen Problemstellungen.