27. Juni 2024
Enery Green Academy: "Theorie und Praxis wie sonst nirgendwo."

Wenn im September der zweite Lehrgang der Enery Green Academy (EGA) startet, können sich Interessierte auf eine exklusive Photovoltaik-Ausbildung freuen – und auf Vortragende wie die Experten Robert Höller und Andreas Ranet, die vorab exklusive Einblicke in Ablauf, Inhalt und Potenzial des EGA-Kurses geben.

Enery Green Academy:

Green Jobs sind gefragter denn je – insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien. So benötigen allein die in den nächsten Jahren notwendigen Photovoltaik-Projekte eine enorme Entwicklungsleistung und mit ihr jene Menschen, die sie umsetzen. Doch (auch) hier macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar: Expert:innen sind ebenso rar wie umfassende Ausbildungen auf dem Gebiet der PV-Projektentwicklung. Genau hier setzt die Enery Green Academy (EGA, vormals New Energy Campus), gegründet von Enerys CEO Richard König und COO Lukas Nemec, an. In einem einzigartigen, mehrmonatigen Lehrgang wird Interessierten jenes Knowhow vermittelt, das sie zur Umsetzung von Photovoltaik-Projekten brauchen.

Die Teilnehmenden profitieren dabei vom Wissen ausgewiesener Experten, von denen die unterschiedlichen Module vorgetragen werden. Unter ihnen: Enery Österreich Geschäftsführer und FH-Professor Dr. Robert Höller (im obigen Foto rechts) sowie Unternehmensberater und Experte für Energiewirtschaft und Projektmanagement Andreas Ranet (im Foto links). Beide waren bereits im ersten Kurs mit dabei und stehen als Vortragende auch für EGA-Lehrgang 2 (alle Details dazu findet man HIER) zur Verfügung – sowie für eine Reihe von Fragen zu der wohl zukunftsweisendsten PV-Ausbildung Österreichs.

Was steckt hinter der Enery Green Academy, was hinter der Ausbildung zu zertifizierten Photovoltaik-Projektentwickler:innen?

Robert Höller (RH): Enery bietet diese Ausbildung an, weil wir gesehen haben, dass Bedarf an Projektentwicklern in Österreich besteht und es derzeit keine Ausbildung dafür gibt. Ein Photovoltaik-Projektentwickler ist jemand, der ein komplettes PV-Projekt vorbereitet und bis zur Baureife bringt. Er kümmert sich um alle Genehmigungen, um die technische Planung, die Wirtschaftlichkeit. Das alles lernen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Enery Green Academy.
Andreas Ranet (AR): Enery hat sich das Ziel gesetzt, Photovoltaik und erneuerbare Energie voranzutreiben. Etwas Vergleichbares wie diesen Lehrgang gibt es am Markt nicht: Hier wird von führenden Experten praktisches und theoretisches Wissen vermittelt wie sonst nirgendwo auf diesem Gebiet. Und das findet Anklang, wie man im ersten Kurs gesehen hat.

Kurs 1 war also ein Erfolg?

AR: Der Kurs wurde sehr gut angenommen; man kann ihn als Punktlandung. bezeichnen. Die Stärke des Lehrgangs ist eben, neben den fachlichen Inputs, die Verbindung von Theorie mit der Praxis. Am überraschendsten war aber die Diversität der Teilnehmenden. Sie kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen und konnten so unterschiedliche Sichtweisen einbringen: Photovoltaik-Profis und Profis aus anderen Bereichen, Menschen aus unterschiedlichen Bundesländern, Frauen und Männer. Das war eine perfekte Mischung.

Wer sollte sich denn von einer derartigen Ausbildung angesprochen fühlen?

AR: Der Kurs richtet sich an alle: Menschen, die bereits Erfahrung in der Photovoltaik-Branche sammeln konnten, sowie angehende Projektentwickler, aber auch an Einsteiger in das Themengebiet der Erneuerbaren Energien. Außerdem an jede Art von Unternehmensberatern oder Ingenieuren sowie Menschen, die bei Energieversorgern tätig sind.
RH: Oder Menschen aus der Immobilienbranche. Die kennen ja bereits das Projektentwicklungsgeschäft und wissen, wie man Genehmigungen einholt. Ideale Kandidatinnen und Kandidaten sind die, die gut mit Leuten können – und schon ein paar Jahre Berufserfahrung mitbringen. Ein bisschen Knowhow, wie man mit Kunden umgeht, wie man mit Behörden oder Gemeinden spricht, wären von Vorteil. Darum sind eine weitere ideale Zielgruppe jene Menschen, die sich umorientieren wollen. Zum Beispiel aus der IT oder einem anderen technischen Bereich.
AR: Ich möchte einfach allen Interessierten sagen: Traut euch! Wenn ihr die Leidenschaft für Photovoltaik mitbringt, passt das, dann gehört ihr hierher!

Was genau lernt man im Lehrgang der Enery Green Academy?

RH: Der Lehrgang beinhaltet zehn Module, beginnend bei einem Gesamtüberblick: Wie ist der aktuelle Photovoltaik-Markt – in Österreich, aber auch im internationalen Umfeld. Danach folgt die PV-Technologie; so detailliert, dass man alle Komponenten einer Anlage kennenlernt. Dann das Modul 3: Projektmanagement, wobei sich das über alle Module zieht. Weiter geht es mit rechtlichen Rahmenbedingungen. Beispielsweise für Förderungen, Genehmigung, für den Stromverbrauch. Der nächste Block befasst sich mit technischem Hintergrundwissen von Netzanschlüssen. Dann – ganz wichtig für Projektentwicklung: Standortauswahl. Hier geht es um Raumplanung, Landschaftsbild, Biodiversität und so weiter. Schließlich Standortentwicklung, denn man muss ja verstehen, was man genau bei einem Techniker beauftragen muss. Im Modul 8 dann Solarstrahlung und Ertragssimulation. Das ist ebenfalls sehr wichtig, weil man einen Standort immer auch bewerten muss: Wie gut ist die Solarstrahlung, wie der Energietrag? Dann noch wirtschaftliche Grundlagen wie zum Beispiel Investitions- und Betriebskosten, und schließlich das übergreifende Praxisprojekt, das mit dem Zertifikat für PV-Projektentwicklung abschließt.

Enery Green Academy – Absolvent:innen Lehrgang 1Robert Höller (5.v.r.) und Andreas Ranet (r.) mit Enery-COO Lukas Nemec (2.v.r.)
und den Absolvent:innen des ersten Lehrgangs der Enery Green Academy

Wo werden PV-Projektentwickler:innen dann gebraucht? Wo kann man sich nach Abschluss des Lehrgangs bewerben?

AR: Jobs findet man bei Projektentwicklern wie Enery sowie größeren Industrieunternehmen und Energieversorgern, die derartige Projekte inhouse umsetzen.
RH: Weiters in der öffentlichen Verwaltung, bei Planungsbüros oder größeren Elektrounternehmen …
AR: … und bei allen Sparten und Dienstleistern, die hier zuarbeiten: Elektriker, Dachdecker, Immobilienentwicklungsfirmen.
RH: Außerdem ist der Kurs eine ideale Basis zum Selbstständigmachen. Denn an kann in der Erneuerbaren-Projektentwicklung sehr gut verdienen … wenn man gut ist. Und: Wir bieten aktuell in der Enery Green Academy zwar nur Photovoltaikprojektentwicklung an. Aber wer in diesem Kurs war, kann relativ einfach auch ein Windprojekt oder andere Projekte entwickeln.

Was raten Sie Menschen generell, die ihren Berufsweg in der Erneuerbaren-Branche gehen wollen?

RH: Man braucht einen langen Atem und Durchhaltevermögen, weil die Projekte in der Praxis länger dauern, als man anfänglich hofft. Es tun sich immer bürokratische Hürden auf. Beispielsweise bei Genehmigungen für Umwidmung. Da geht es um Raumplanung, um den lokalen Flächenwidmungsplan, da geht es um den jeweiligen Gemeinderat, da geht es um politische Interessen. Es hat auch die Teilnehmer in Kurs 1 erstaunt, wie komplex das manchmal ist.

Wo werden PV-Projektentwickler:innen dann gebraucht? Wo kann man sich nach Abschluss des Lehrgangs bewerben?

AR: Jobs findet man bei Projektentwicklern wie Enery sowie größeren Industrieunternehmen und Energieversorgern, die derartige Projekte inhouse umsetzen.
RH: Weiters in der öffentlichen Verwaltung, bei Planungsbüros oder größeren Elektrounternehmen …
AR: … und bei allen Sparten und Dienstleistern, die hier zuarbeiten: Elektriker, Dachdecker, Immobilienentwicklungsfirmen.
RH: Außerdem ist der Kurs eine ideale Basis zum Selbstständigmachen. Denn man kann in der Erneuerbaren-Projektentwicklung sehr gut verdienen … wenn man gut ist. Und: Wir bieten aktuell in der Enery Green Academy zwar nur Photovoltaikprojektentwicklung an. Aber wer in diesem Kurs war, kann relativ einfach auch ein Windprojekt oder andere Projekte entwickeln.

Gibt es deshalb auch im Grünstrom-Bereich einen Fachkräftemangel oder liegen die Gründe woanders?

RH: Einer der Hauptgründe: Es gibt zu wenig Frauen in dem Bereich. Hier kommen wohl die alten Rollenbilder durch: Technik schreckt manche Frauen noch immer ein bisschen ab. Der zweite Grund ist, dass Handwerker fehlen. Also jene, die Anlagen hands-on errichten: Elektriker, Monteure. Die Nachfrage an dieser spezifischen Dienstleistung ist hoch und das trifft auf einen ausgetrockneten Grundmarkt.
AR: Darum macht Enery jetzt genau das Richtige: Wenn der Markt sozusagen leergefischt ist, muss man in Richtung eigene Personalentwicklung gehen. Die Enery Green Academy bietet eine übergreifende Ausbildung, denn das Berufsbild des Photovoltaik-Experten als solchen gibt es ja nicht. Hier ist vielmehr Netz- und Rechtsexpertise gefragt, außerdem Management- und Immobilien-Expertise. Der Knowhow-Querschnitt muss passen.

Abschließend: Was waren für Sie persönlich die positivsten Momente in Kurs 1 der Enery Green Academy?

AR: An was ich mich gerne zurückerinnere, sind die interaktiven Diskussionen. Es war unglaublich lebendig – und in Wahrheit ist immer die Zeit ausgegangen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben enormes Interesse gezeigt und wollten ihre Zeit nicht einfach absitzen. Dann war die schon angesprochene Diversität im weitesten Sinne. Fachlich, interdisziplinär, bei der Herkunft, aber auch beim Geschlechterthema.
RH: Die Menschen waren so motiviert, dass sie freiwillig viel länger geblieben sind – am Freitagabend. Das war wirklich motivierend, es hat großen Spaß gemacht. Und man hat es bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Vollprofis auf ihrem Gebiet zu tun.
AR: Und sie profitieren vom Netzwerken und vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Was mir aber abschließend noch wichtig ist: Auch wenn der Kurs etwas kostet, so ist er für das, was geboten wird, wirklich günstig. Denn woanders bekommt man das mit Sicherheit nicht um diesen Preis.

Enery Green Academy

Die Bewerbungsphase hat bereits begonnen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.
Infos und Anmeldung unter ega@enery.energy sowie auf www.enery.energy/enery-green-academy.

Kursdetails
Ort: Theoretische Ausbildung in Wien und Praxismodule in Solar-/PV-Kraftwerken in ganz Österreich.
Dauer: 20. September 2024 bis 24. Jänner 2025.
Kosten: 3.900,- Euro pro Teilnehmer:in.

✅ TEXT: MICHI REICHELT
✅ FOTOS: ENERY